Süsse Erdbeeren statt trockene Finanz-Zahlen

Jahresabschlüsse und Finanz-Zahlen sind für viele von uns zu trocken und zu fade. Das muss nicht sein. Zahlen erzählen sehr oft Geschichten und können so süss schmecken wie Erdbeeren.

Es ist wieder Saison. Noch nicht die Saison der einheimischen Erdbeeren, aber die Saison der Jahresabschlüsse und Finanzzahlen der einheimischen Firmen. Beim Publikum punkten die Firmen, die neben den nackten Zahlen gezielt verständliche und griffige Stories und Botschaften platzieren. Es gilt die Aufmerksamkeit zu nutzen und dem Publikum die Zahlen schmackhaft zu machen. Wie Erdbeeren.

Egal ob eine Firma national oder regional bedeutend ist, die Präsentation der Jahreszahlen ist ein wichtiger Termin im Jahr. Unabhängig davon ob die Zahlen öffentlich oder intern präsentiert werden, sie werden erwartet wie reife Erdbeeren. Kundinnen, Mitarbeitende oder Aktionäre hören zu, wenn es um die Jahreszahlen geht. An der Medienkonferenz, an der GV, an der internen Personalveranstaltung. Diese Chancen gilt es zu nutzen, denn Aufmerksamkeit ist ein rares Gut.

Durch gezieltes Storytelling lassen sich aus nackten Zahlen Stories kreieren, denn hinter jeder Zahl steht viel Arbeit, stehen Menschen, stehen Geschichten. Stories haben den grossen Vorteil, dass sie besser schmecken, als nackte Zahlen. Im Einzelfall kann man sie – wie Erdbeeren – gar mit Schlagrahm und Zucker garnieren.

Positive Ergebnisse können durch gezielte Botschaften verstärkt werden. Es bietet sich gar die Chance diese für Werbe– und Marketingzwecke zu nutzen. Eine gezielte Auswahl der Zahlen und eine sorgfältige Formulierung der Botschaften sind dafür essentiell. Gute Jahreszahlen schmecken zuckersüss wie Erdbeeren, das soll man auskosten.

Die Hand eines Kellners reicht eine Schüssel mit Geldnoten und Erdbeeren.

Durchschnittliche Ergebnisse können gezielt in grössere Zusammenhänge gesetzt werden und zudem kann der Fokus des Publikums durch überlegtes Storytelling auf einzelne Zahlen gelenkt werden.

Schwache Ergebnisse können zwar nicht schöngeredet werden, aber durch wohlüberlegte und glaubwürdig präsentierte Botschaften kann man auf Silberstreifen am Horizont oder einzelne positive Entwicklungen hinweisen und diese ins Zentrum rücken. Es gilt sozusagen, die reifen Erdbeeren oben ins «Chörbli» zu legen.  

Wichtig bei allen drei Szenarien: Die Präsentation der Zahlen. Diese kann man üben und einstudieren. Gezieltes Training mit einer Kamera hilft dabei sehr: Wie präsentiere ich die Zahlen verständlich? Welche Zahl setze ich in welche Zusammenhänge? Wo zeige ich Graphiken, wo braucht das Publikum Erklärungen? Durch eine stilsichere Präsentation kann man den Jahreszahlen sozusagen noch die «Schlagrahm-Haube» aufsetzen.

Somit bleiben uns zwei verlockende Aussichten.

  • Die Präsentation der Jahreszahlen lässt sich gezielt versüssen.
  • Die reale Erdbeersaison ist nur noch wenige Wochen entfernt. Davon soll – so hört man – auch eine traditionelle GV im Raum Schaffhausen zeugen, die vor allem wegen der leckeren „Erdbeertörtli“ immer sehr gut besucht werde.

En Guete.